Wir betreten die Klasse. Wir laufen direkt nebeneinander und er sticht seinen Zeigefinger seitlich in meinen Bauch. "Hey, lass es bitte. Mir gehts heute nicht so gut." sage ich mit leicht genervtem Unterton in der Stimme. Sofort zieht er seine Hand zu sich und sieht mich an. "Wieso? Was ist los?" Ich zucke mit den Schultern. "Halb so wild." Wieder spüre ich seinen Finger in meiner Seite. "Sag." fordert er mich auf. Ich lächle. "Nö. Du hast dirs grad verkackt." Schwache Ausrede. Er sieht mich einen kurzen Augenblick lang an, dann grinst er und lässt sich auf seinen Stuhl nieder. "Wie du willst. Dann ärgere ich dich halt den ganzen Tag." Wieder ein Schulterzucken meinerseits. "Mach halt." Das kommentiert er nicht weiter, sondern lässt seinen Blick nach vorne schweifen. Als es zur Pause klingelt, springt er auf und läuft zu seinen Freunden, während ich mich mit Elena unterhalte. Keine 2 Minuten später kommen zwei Hände von hinten, die mich am Bauch kitzeln. Genervt drehe ich mich um und blicke in das grinsende Gesicht von ihm. "Man hör auf." bringe ich irgendwo zwischen meinem Lachen hervor. Das ignoriert er vollkommen, so, dass ich aufstehe und meinen Platz verlassen. Der Versuch war vergebens, denn nur wenige Sekunden später befinde ich mich in der selben Situation zuvor. Das Klingeln erlöst mich dann endlich. Nachdem alle wieder auf ihren Plätzen sind, versuche ich dem Unterricht zu folgen, doch es gelingt mir nicht. Meine Gedanken schweifen immer wieder ab.
Warum kannst nicht du derjenige sein, der sich nach meinem Gehen erkundigt?
Warum kannst du nicht der sein, den es interessiert weshalb es mir mal schlecht geht?
Warum kannst nicht du es sein, der mich immer wieder aufmuntert und zum Lachen bringt?
Warum bist nicht mehr du es, weshalb ich mich auf die Schule freue, sondern er?
Warum denke ich die ganze Zeit an dich zu denken, obwohl er es ist, an den ich in Wirklichkeit denke?

Hay,
AntwortenLöschendu wurdest getaggt. (:
Würde mich freuen, wenn du mitmachst.
http://nessa-like.blogspot.de/
lg. Nessa. (: